Eine Welt der Wunder und des Schreckens trat den Spaniern entgegen, als sie 1519 unter Hernán Cortés das Reich der Azteken zu erobern begannen - Tempelpyramiden, die die Bauwerke der Ägypter in den Schatten stellten, und grauenvolle Opferfeste, bei denen Tausende von Menschen auf den Altären verbluteten.
Ehrliches Entsetzen vor der "verdammungswürdigen" mexikanischen Religion, gepaart mit einer Gier nach Gold und Edelsteinen, packte die Spanier und entfachte in ihnen eine Zerstörungssucht, der ein grosser Teil der architektonischen Denkmäler und der vielfältigen, nach einem Bild- und Lautsystem abgefassten Schriften zum Opfer fielen.
Auszug aus dem Silva Buch 1967 - Antiquität